Auch hier könnte ich mir das Leben leicht machen und den Blogeintrag vom 24. Januar kopieren. Die Reise heute lief so ähnlich. Aber doch anders - sonst wird es hier ja auch langweilig.
Der gestrige Nachmittag und Abend in München mit den drei "K" (Kaffee, Kunst, Kneipen) war zwar nicht so gedacht, aber doch so geplant - ohne eine Reservierung im Hotel in München probiere ich gar nicht mehr, mit der Bahn an einem Tag von Düsseldorf nach Ferrara zu kommen. Das Wetter in München spielte diesmal nicht so ganz mit, aber die Kneipen sind ja freundlicherweise drinnen. Morgens um halb 10 fährt wieder ein Railjet nach Bologna.
Es ist kalt und grau in München, wie gestern. In der 1. Klasse ist es wieder angenehm und leer. Gegen 12 bin ich in Italien.
Südlich des Brenners schafft es die Sonne manchmal durch die Wolken, aber blauen Himmel sehe ich nicht. Bis Verona hat der Zug 40 Minuten Verspätung eingesammelt. Das passt schon, weil der Anschluss in Bologna sowieso erst 62 Minuten nach der planmäßigen Ankunft des Zuges aus München abfährt. Also sind 40 Minuten Verspätung in Ordnung, aber viel mehr dürfen es auch nicht werden, sonst wird der Fahrgast wieder unruhig. Am Ende reichte es knapp, denn der Anschlusszug stand am gleichen Bahnsteig. Dazu gleich mehr. Zuerst ein Bild aus dem Zug im Bahnhof von Verona. Warum? Oben am Himmel der erste blaue Streifen.
Das blieb dann auch der letzte blaue Streifen, denn es wurde dunkel. Ankunft in Bologna um 5 Uhr nachmittags - nach siebeneinhalb Stunden Bahnfahrt.
Für das letzte Stück von Bologna nach Ferrara hatte die italienische Bahn dann ein besonderes Geschenk: Bus-Ersatzverkehr ab San Pietro in Casale. Man denkt sich seinen Teil, aber: da stehen drei moderne Reisebusse mit genug Platz, und alle drei fahren zügig nach Ferrara. Es geht also auch in Italien. Schwieriger ist es mit vielen Italienern, die gleichzeitig an einem Ort sind. Aber das wussten wir ja schon.
Vom Bahnhof zur Wohnung in Ferrara nehme ich diesmal einen Stadtbus, statt mit dem Koffer durch die ganze Stadt zu laufen. Die Busse kann man einfach mit der Kreditkarte bezahlen. Sie fühlen sich innen etwas, hmmm, sagen wir: karg an. Aber ich wurde mitgenommen.
Dann Einkaufen. Ferrara rockt:
Es sieht kälter aus auf dem Bild, als es war, die Italiener frieren nur so leicht. Tolle Stimmung in der Stadt, die Kneipen voll zum Apero, alle Geschäfte offen, alle Leute unterwegs. Auf dem Rückweg vom Supermarkt gönne ich mir die ersten beiden Biere bei IL MOLO. Abends dann das Starterpaket: Sangiovese aus Imola, Mortadella aus Bologna und Knoblauchsalami aus Ferrara. Die Qualität ist höchst eindrucksvoll.
Da bin ich also zurück und denke mir, dass es eigentlich keinen besseren Ort auf der Welt gibt für mich als Ferrara.


















































