29 Januar 2026

Mantua

Donnerstag. Im dichten Nebel mit dem Auto nach Mantua. Diesmal nicht auf dem direkten Weg (ha!) sondern mit einem kleinen Umweg zur Cantina di Carpi e Sorbara in Concordia. Dort Direktverkauf von Lambrusco, sehr einfach, sehr freundlich. Der Lambrusco hat ja seinen Ruf weg in Deutschland, dabei ist Lambrusco di Sorbara (der Beste) ein sehr elegantes Getränk. Aus Sorbara haben sie drei verschiedene Versionen: die einfache kostet 3 Euro pro Flasche, die mittlere 7 Euro und die beste 12 Euro. Wie kann man einen Wein anbauen, ernten, verarbeiten, Flaschen kaufen und den Wein in die Flasche füllen für 3 Euro? Ich nehme ein paar der besseren Flaschen mit.

Mantua ist ein Reiseziel für mich wegen der Dualität von Kunst und Küche. Erst zur Kunst, dann zur Küche. Das Rahmenprogramm ist wie vor einem Jahr.

Palazzo Ducale - Camera degli sposi


Wie man sieht ist es nicht gerade überlaufen.

Palazzo Ducale - der ganze Rest
















Zwei Stunden sind zu wenig für den Palazzo. Und mir scheint, ich bin der einzige Besucher darin.

Dann zu Leoncino Rosso. Wir essen keine Gänse sondern

Bigoli con patate e cavolfiore
Filetto di maiale con zucchine
Wasser
Espresso
25 Euro

Mantua passt sich an den Tourismus an (man könnte es Venedifikation nennen?). Entlang des Doms mit den uralten aneinander gereihten Plätzen gibt es keine Läden mehr für Mantuaner, sondern nur noch für Touristen. Auch Pavesi gibt es nicht mehr. In dem Laden, der heute darin ist, kann man zwar noch Sbrisolone kaufen, aber kein Brot mehr. Eine Straße weiter ist der Spuk, gottseidank, vorbei. Aber es ist passiert.