07 November 2026

Später Erfolg

Auch hier könnte ich mir das Leben leicht machen und den Blogeintrag vom 24. Januar kopieren. Die Reise heute lief so ähnlich. Aber doch anders - sonst wird es hier ja auch  langweilig.

Der gestrige Nachmittag und Abend in München mit den drei "K" (Kaffee, Kunst, Kneipen) war zwar nicht so gedacht, aber doch so geplant - ohne eine Reservierung im Hotel in München probiere ich gar nicht mehr, mit der Bahn an einem Tag von Düsseldorf nach Ferrara zu kommen. Das Wetter in München spielte diesmal nicht so ganz mit, aber die Kneipen sind ja freundlicherweise drinnen. Morgens um halb 10 fährt wieder ein Railjet nach Bologna.

Es ist kalt und grau in München, wie gestern. In der 1. Klasse ist es wieder angenehm und leer. Gegen 12 bin ich in Italien.

Südlich des Brenners schafft es die Sonne manchmal durch die Wolken, aber blauen Himmel sehe ich nicht. Bis Verona hat der Zug 40 Minuten Verspätung eingesammelt. Das passt schon, weil der Anschluss in Bologna sowieso erst 62 Minuten nach der planmäßigen Ankunft des Zuges aus München abfährt. Also sind 40 Minuten Verspätung in Ordnung, aber viel mehr dürfen es auch nicht werden, sonst wird der Fahrgast wieder unruhig. Am Ende reichte es knapp, denn der Anschlusszug stand am gleichen Bahnsteig. Dazu gleich mehr. Zuerst ein Bild aus dem Zug im Bahnhof von Verona. Warum? Oben am Himmel der erste blaue Streifen.

Das blieb dann auch der letzte blaue Streifen, denn es wurde dunkel. Ankunft in Bologna um 5 Uhr nachmittags - nach siebeneinhalb Stunden Bahnfahrt.

Für das letzte Stück von Bologna nach Ferrara hatte die italienische Bahn dann ein besonderes Geschenk: Bus-Ersatzverkehr ab San Pietro in Casale. Man denkt sich seinen Teil, aber: da stehen drei moderne Reisebusse mit genug Platz, und alle drei fahren zügig nach Ferrara. Es geht also auch in Italien. Schwieriger ist es mit vielen Italienern, die gleichzeitig an einem Ort sind. Aber das wussten wir ja schon.

Vom Bahnhof zur Wohnung in Ferrara nehme ich diesmal einen Stadtbus, statt mit dem Koffer durch die ganze Stadt zu laufen. Die Busse kann man einfach mit der Kreditkarte bezahlen. Sie fühlen sich innen etwas, hmmm, sagen wir: karg an. Aber ich wurde mitgenommen. 

Dann Einkaufen. Ferrara rockt:

Es sieht kälter aus auf dem Bild, als es war, die Italiener frieren nur so leicht. Tolle Stimmung in der Stadt, die Kneipen voll zum Apero, alle Geschäfte offen, alle Leute unterwegs. Auf dem Rückweg vom Supermarkt gönne ich mir die ersten beiden Biere bei IL MOLO. Abends dann das Starterpaket: Sangiovese aus Imola, Mortadella aus Bologna und Knoblauchsalami aus Ferrara. Die Qualität ist höchst eindrucksvoll.

Da bin ich also zurück und denke mir, dass es eigentlich keinen besseren Ort auf der Welt gibt für mich als Ferrara.

06 November 2026

Herbsterwachen - oder von Plan und Realität

Und wieder habe ich versucht, mit dem Zug in einem Tag von Düsseldorf nach Ferrara zu kommen. Es lief wie am 23. Januar. Das macht mir hier das Leben einfach - ich kopiere den Blogeintrag von damals und markiere fett, was ich ändern musste. Bis auf das letzte sind auch die Bilder ausgetauscht.

You may ask yourself from time to time: Why am was I doing this? Why coped with all these idiots? Why keep kept going in a world full of marketing people? Why spendt your life in exchange for money? What is the purpose of being? It is for this. Ich selber, 20256

Freitag. Nach zwei acht Monaten ohne Italien sollte es wieder nach Ferrara gehen. Ich bin alt, da ist jeder Tag wertvoll - also versuchen wir es mal in einem Stück mit der Bahn. Der Plan war recht einfach:

Die Realität schlug in Düsseldorf bei Neustadt/Aisch zu. 

Wenigstens passt das Wetter die Kunst in München, wo wir nun etwas bleiben werden. Jedenfalls bis morgen früh, wenn wieder ein Zug nach Italien fährt.

Und was nun? Na ja, wie immer. 

Mit den gleichen Folgen.