Dienstag. Superwetter. Mit dem Leihwagen gen Osten durch die Poebene. Die italienischen Straßen schlimm wie immer. Die gewählte Lösung ist nicht, die Straßen zu reparieren (das versuchen sie seit 100 Jahren und haben wohl realisiert, dass sie es nicht schaffen) sondern überall Tempo 50 zu verhängen. Interessiert natürlich niemanden. Da überall Blitzer herumstehen und ich im Leihwagen nicht geblitzt werden möchte, forme ich eine Art fahrendes Verkehrshindernis. Da müssen die Italiener und die Italienierinnen durch.
Erstes Ziel: Abbazia di Pomposa. Die Parkplätze sind nicht für Reisebusse sondern für Reisebuskohorten ausgelegt. Keiner da außer mir. In der Kirche werden einige Fresken restauriert für die Besucher im Sommer.
Weiter über die apokalyptische SS309 in Richtung Ravenna und dann Forli. In Forli ist es etwas traurig: Das 50er-Jahre-Hotel: zu. Das Kunstmuseum: zu. Immerhin hat die Trattoria Petito auf. Wir essen keine Gänse sondern:
Ravioli di brasato, crema di topinambur, fossa e radicchio tardivo
Polpette in umico (umido?) con carciofi e piselli
Flasche Wasser
Espresso
36 Euro
So richtig begeistert bin ich nicht. Verdauungsspaziergang ohne Jacke bei 13 Grad am 27. Januar. Dann schnell nach Classe. Wieder: riesiger Parkplatz. Wieder: kein Mensch da, weder auf dem Parkplatz noch in der Kirche. 5 Euro und rein.



