Kleines Frühstück um 9, Auto gepackt und nochmal zu Fuß in die Stadt in Vicenza. Morgentlicher Einkaufsverkehr. Dom (Messe) und Marktplatz (Markt), um halb 11 über Verona - Brenner - München nach Bamberg um halb 8. Zusammen mit meinen Freunden in Bamberg zu Abend gegessen. Und FIN.
A man who has not been in Italy is always conscious of an inferiority (Samuel Johnson, 1776)
Le femmine d'Italia / Son disinvolte e scaltre. /
E sanno più dell'altre / L'arte di farsi amar. (Haly)
UN POPOLO DI POETI DI ARTISTI DI EROI
DI SANTI DI PENSATORI DI SCIENZIATI
DI NAVIGATORI DI TRASMIGRATORI
20 Oktober 2007
19 Oktober 2007
Ravenna, Ferrara, Vicenza
Zum Frühstück um halb 9 den Schokoladen-Sahne-Kuchen, den ich am Vorabend ausgelassen habe. Sonnig, ein paar Wolken und deutlich kühler. Bezahlen und freundlicher Abschied. Über Fano auf die Autobahn nach Ravenna. Kleiner Bummel dort durch die Innenstadt, zu viele Touristen. Nach Ferrara. Dort schön ruhig, aber das Restaurant aus dem Gambero Rozzo hat schon zu. Im Palazzo Schifanoia im Garten gegessen, dann Salone dei Mesi. Honig gekauft, dann über Autobahn nach Vicenza zum B&B "Casa di Lidia", alles nett dort. Passegiata in der Innenstadt, alle schön angezogen hier in Norditalien. Bücher gekauft, Martini getrunken, und zu "Al Partello" weil a) gut und b) aus dem Gambero Rozzo. Vorspeise: Salat mit mit Käse gefüllten Schinkenröllchen. Primi: Pasta e fagioli, dann eine aus Gnocchi-Teig gedrehte Riesenschnecke gefüllt mit Schinken und Käsesauce. Dazu viel, viel Wein. Zu viel gegessen. Abends 11 Grad, und wegen zu viel gegessen nicht gut geschlafen.
18 Oktober 2007
Gubbio und Arcevia
Von Gubbio dann über Scheggia (Paß!) nach Sassoferrato durch eine eindrucksvolle Schlucht. Sassoferrato liegt auf dem Berg, hat keine Läden und einen geschlossenen Dom. Nix los. Der gleichnamige Barockmaler war auch nicht da. Also weiter nach Arcevia. Auch klein, auch verschlafen, auch alles zu. Hier habe ich aber bis vier Uhr gewartet und die Kirche S. Medardo wurde geöffnet mit zwei Holzaltaren von Luca Signorelli bemalt, sehr schöne Kirche und Kunst.
Bei einzelnen Regentropfen über S. Lorenzo in Campo - Pergola zurück und von Pergola aus die kleine Straße in nördlicher Richtung nach Fossombrone genommen, gut zu fahren und viel auf und ab. Gegen 6 wieder im Agriturismo und das Auto für die morgige Abreise gepackt. Zum Abendessen selbstgemachte dicke Spaghetti mit ganz frischen Steinpilzen (2 Portionen für mich). Dann Geflügel, kleine Stücke in Rahmsauce mit in Olivenöl gebackenen Kartoffelstücken (dito). Dazu Sangiovese. Am Abend zwei weitere Paare zum Essen da, einmal ältere Engländer die in der Nähe wohnen und einmal junge Engländer im Urlaub. Alle sehr introvertiert. Um 10 ins Bett. Starker Wind, Regen, Gewitter.
17 Oktober 2007
Westlich und südlich von Ancona
Dann über Senigallia und Falconara nach Jesi. Wie üblich befestigt und auf einem Hügel. Nettes Städtchen mit mehreren Marktplätzen, teils sehr geometrisch, teils verwinkelt. Marktstände (Klamotten) im Abbau begriffen. Kleinen Imbiß genommen und weiter nach Macerata. Universitätsstadt, sehr hügelig, viel Betrieb. Überall wird gebaut, überall Studenten (alle wieder häßlich gekleidet), alle Kirchen zu.
Weiter nach Tolentino. Niedlich. Ruhig. Alles zu. Über Landstraße durch die Bergtäler Fabriano - Cagli - Acqualagna zurück ins Agriturismo. Zum Abendessen Ceci und Nudeln als Suppe, dann Bistecca alla Romana mit dem Gemüse von gestern. Ich bin nun der einzige Gast. Längere Unterhaltung mit der Signora, teils auf englisch, über den italienischen und den deutschen Besucher. Um 11 ins Bett, noch bis halb 1 gelesen. Katzen: 4.
16 Oktober 2007
Die Sans
Dann nach San Marino. Auto unten abgestellt und mit der Seilbahn hochgefahren. Oben (wegen der Jahreszeit?) nicht sehr viele Touristen aber alles sehr touristisch (Parfüm, Zigaretten, Nippes). Lohnt eher nicht. Den Ausblick über Rimini und aufs Meer genossen, dann wieder runter und nach San Leo (war ja ein alter Bekannter von San Marino).
San Leo ist ein ganz stilles Dörfchen (vielleicht nicht zur Hochsaison, aber jetzt) mit zwei sehr alten sehr feinen Kirchen, einem Haus in dem der heilige Franz von Assisi mal übernachtet hat und dem ersten "Palast" der Montefeltro. Aufstieg zu Fuss zur irren Festungsanlage, aber nicht besichtigt.
Dann im Zick-Zack über Landstraße nach Urbino, dort abendliches Studentengewimmel (endlich Gleichberechtigung: Männer und Frauen sind alle gleich häßlich angezogen, elegant werden Italienerinnen und Italiener wohl eher mit dem Alter). Ein Stück Pizza gegen den Hunger und zurück ins Agriturismo. Es wird ja auch schon dunkel.
Zum Abendessen exzellente Spaghetti mit Speckstückchen, Tomaten und Rucola (Nudeln am Samstag vom Sohn gemacht, dann eingefroren), zum secondo zwei Stück Bistecca in Marsalla mit kalten gegrillten Zucchinistücken. Alles sehr gut. Die Signora hat heute Geburtstag. Zum Abendessen sitzt also die Familie zusammen vor dem Fernseher mit 1. einer Flasche Sekt 2. einer Blume auf dem Tisch 3. einem Küßchen vom Ehemann zum Sekt. Ich gratuliere aber ohne Küßchen. In Zukunft nehme ich sicherheitshalber immer eine Flasche Champagner mit in den Urlaub. Ist ja nicht das erste Mal, dass ich ohne Geschenk dastehe.
Katzen: 3.
15 Oktober 2007
Ans Meer, ans Meer
Dort mittagliche Ruhe, sonnig, angenehm. Kaum jemand unterwegs außer den lärmenden Schülern. Trattoria auf der Piazza Roma in der Mittagsdämmerung. Schöne rechtwinklig angelegte Stadt mit Palazzo an Palazzo.
Dann am Meer entlang nach Ancona. Dort großes Chaos, alle sehr beschäftigt. Das historische Zentrum voller Autos, die Wohnungen leer. Zum Dom über der Stadt (prächtig in der Sonne) und ein paar andere Kirchen angesehen. Alles hübsch aber nicht herausragend. Ancona hat es ja auch nicht einfach gehabt und ist mehr ein Hafen- und Industriestandort. Über kleine Straßen zurück nach Hause. Abends frische Nudeln in Brodo, dann kleine Stückchen Lamm mit Spinat und Carcofi in Öl. Dazu Sangiovese von Az. Agr. Pagliari aus Montemontanaro. Einziger Gast bin ich, das Pärchen vom Wochenende ist abgereist. Die Familie sitzt beim Fernseher. Abends kalt, beim LIDL hatte ich Mais-Öl für den Mercedes gekauft zu 0,89/Liter, mal sehen wie er morgen damit fährt.
14 Oktober 2007
Die große Tour durch die Marken
13 Oktober 2007
Arezzo et al
12 Oktober 2007
Urbino e Urbania
11 Oktober 2007
Umzug in die Marken
10 Oktober 2007
Nordwärts
09 Oktober 2007
Ostwärts
08 Oktober 2007
Nordwärts und himmelwärts
Dort feingemacht und mit einem kleinen Geschenk zu meiner Einladung in die Via del Duomo auf ein Glas selbst an- und ausgebauten Wein. Die Familie bewohnt im obersten Stock des Palazzos eine riesige Wohnung mit Dachterrasse mit Blick auf den Dom und den Uhrenturm, sehr eindrucksvoll in der herbstlich dunklen Abenddämmerung. Freundliche Unterhaltung über die Lebensgewohnheiten in Orvieto.
Danach zum Abendessen ins "La Palomba", versteckt im letzten Winkel der Stadt. Dort sehr freundliche Bedienung (Familienbetrieb) und ebenso freundliche Atmosphäre und endlich richtig gut gegessen (Crostini, Tagliatelle con ragu, trippa, handgemachte torta, Wasser, Wein). Katzen: ?.
07 Oktober 2007
Westwärts
06 Oktober 2007
Orvieto Con Gusto
05 Oktober 2007
Von der Schweiz nach Orvieto
04 Oktober 2007
In die Schweiz
Klausenpaß: In leichtem Regen sehr leer und so schön zu fahren. Vorzugsrichtung Ost nach West.
Andermatt-Ilanz: Recht langweilig, von Ost nach West wäre besser gewesen. In Ilanz südlich in die Berge, viel interessanter und keine Touristen mehr. Sehr nett dort.
Splügenpaß: Wieder sehr schöner Aufstieg gegen 18 Uhr. Kein zweites Auto auf der Straße. Gespenstisch. Ab der italienischen Grenze dann mehr verrückte Fiat-Fahrer. Alles Bestens.
Einchecken im Hotel in Promontogno, dann Wildravioli mit Linsen und Rotwein. Der 190D steht zwischen zwei Rolls-Royce sicher aufgehoben. Leider soll das Hotel bald geschlossen werden. Noch einmal die lebendige alte Pracht genießen und ermattet zu Bett.
31 März 2007
Villen in Venetien
Nachdem so einmal mehr alle Reiseteilnehmer glücklich waren ein kurzer Ritt zur Villa Valmarana und ein Rundgang durch die kleine und so schön ausgemalte Villa und den Garten.
Anschließend ein Fußmarsch zur Rotonda, die leider nicht zu betreten war. Aber von außen auch nicht schlecht.
Dann leider Aufbruch, doch auf dem Weg zur Autobahn noch ein kurzer Stop in einer unscheinbaren Bar direkt an der Ausfallstraße, für Espresso und Wegzehrung. Und da serviert man dann nonchalant den mit Abstand besten Espresso der Reise. Es wurden noch ein paar mehr, leider kann man ja nicht ewig dort bleiben. Irgendwann vielleicht.
Also dann wieder über den Brenner, noch schnell eine Packung Diana gekauft und nach länglicher Reise, diesmal über München und Würzburg, mitten in der Nacht wieder in Düsseldorf, erschöpft und glücklich. War eine gute Idee. Auto zufrieden. Reisende zufrieden.
30 März 2007
Bergamo Rovereto Mori Vicenza
Santa Maria Maggiore hatte freundlicherweise schon offen und wir konnten die eindrucksvollen Wandteppiche und die schöne Einrichtung bewundern. Dann war es schon 10 und auch die Cappella Colleoni war nun für einen Blick auf den Condottiere und seine Familie geöffnet. Noch den Marktplatz genussvoll durchschritten, Süßkram gekauft, einmal die Oberstadt auf und ab und dann ins Auto und weiter nach Rovereto. Leider fing es an zu regnen.
In Roverto (Regen) dann direkt ins MART. Die Ausstellung zeigte Fahrzeugdesign am Objekt, etwa im Zeitrahmen von 1930 bis heute. Höchstrangige Exponate [Flickr] und viele davon auch ansprechend präsentiert. Dazu ein architektonisch sehr interessantes Museum und nur wenige Besucher, ein voller Erfolg.
Danach dann gleich die Straße rauf in die Osteria del Pettirosso. Mittags eine Osteria, ansonsten ein Weinverkaufsladen und Cafe. Ach, was soll ich sagen? Höchst erfreulich! Klein, freundlich, modern eingerichtet, preiswert und mit genau dem Essen, weswegen wir doch alle nach Italien fahren. Von Rovereto, immer noch im Regen, einen kleinen Abstecher nach Mori und in der dortigen Kooperative zum Einkauf eingekehrt. Dieser Laden stellte sich als ein auf den ersten Blick ganz normaler Supermarkt heraus, in dem regionale Produkte zwischen die restlichen Waren geschmuggelt waren. Also kurz geschaut und dann Wein, Schinken und Speck, Käse, Olivenöl, Nudeln und andere lebensnotwendige Sächelchen eingekauft. Der hier abgebildete Kassenzettel ist wohlgemerkt der Einkauf einer der drei Reisenden.
Immer noch im Regen über die Autobahn nach Vicenza, die auf der Landkarte bestechende Strecke quer durch die Berge wurde wegen des Wetters nicht befahren. In Vicenza, der Regen ließ nach, schnell und einfach zur Casa di Lidia gefunden, nur knapp westlich außerhalb des Centro storico gelegen. Auch dieses kleine Bed & Breakfast entpuppte sich als Idyll. An einer Seitenstraße mit kleinen Palazzi und dann in einem fast zugewachsenen Hof von der Straße zurückgezogen ein kleines, neueres Gebäude. Die Dame des Hauses empfängt uns freundlich und zeigt uns die einfachen, hübschen und ganz preiswerten Zimmer. Unbedingt empfehlenswert, wenn man auf Hotelsterne verzichten kann. Das IKEA-Klappbett ist auch schnell umgebaut, damit hochgewachsene Nordeuropäer bequem Platz finden. Aber dann sofort wieder raus (Regen) in die Altstadt von Vicenza, ein Spaziergang von wenigen Minuten, führte er nicht an mehreren Schuhgeschäften vorbei. In Vicenza dann wegen des nun dort recht starken Regens nur kleine Passeggiata, der McDonalds-Laden erwartungsgemäß leer (wer geht in einem Land, das für die Qualität seiner Küche berühmt ist, auch da rein?) und auch sonst eher ruhige Spiegelung der wenigen Italiener in den unruhigen Pfützen. Kurz einmal kreuz, einmal quer durch die Stadt und dann ins Ristorante Al Pestello am Contra S. Stefano 3. Einfach eingerichtet mit vielen kleinen Tischen werden dort Spezialitäten aus Vicenza zubereitet. Der Kellner erläutert freundlich die im Dialekt verfasste Speisekarte (Dialekt -> Italienisch -> Deutsch) und der Tag findet einen langen, fröhlichen und genussreichen Abschluss: Vorspeisen, Risotto, Nudeln, Trippa, Filets, Kuchen, Wein, Wasser. Der Laden voll mit Leuten. Beste Stimmung. Zu viel gegessen. Gut.
29 März 2007
Norditalien in drei Tagen
Blendendes Wetter, in Österreich überall Tempolimits auf der Autobahn, dann finalmente in italia. Der Brenner wie immer etwas enttäuschend, aber der vorherige Aufstieg mit dem Alpenpanorama umwerfend. Ganz leicht und flüssig nach Norditalien reingerutscht und dann gegen 4 am Gardasee entschieden, nicht die Autobahn sondern die Landstraße am westlichen Gardaseeufer in Richtung Bergamo zu nehmen.
Da die Saison noch nicht so richtig angefangen hatte dort wenig Verkehr, jedoch zwang uns eine plötzliche Straßensperrung, westlich in die Berge auszuweichen. Dort dann bei schöner, leerer und verwinkelter Strecke weit über eine Stunde herumgekurvt, um ein paar Kilometer Luftlinie zurückzulegen. Die Fahrt wurde lang, der Hunger groß, also dann nicht weiter herumgekaspert sondern auf der Autostrada nach Bergamo. Dort gegen 6 angekommen, die Oberstadt wieder befahrbar und direkt dorthin und ins Hotel Agnello d'Oro. Das ist ja nun so ein Hotel für sich, uralt und ganz perfekt in der uralten Oberstadt gelegen, kein Autoverkehr und gleich gegenüber ein Cafe. Innen nicht ganz so alt wie draußen. Zwei Zimmer in der fünften Etage mit Blick auf den kleinen Vorplatz und die Gassen von Bergamo. Ein schneller, kleiner Stadtspaziergang bei Einbruch der Dunkelheit (noch alles da, inklusive des Abendpalavers auf dem Marktplatz) und dann zum Abendessen ins Da Mimmo nur ein paar Seitengassen vom Hotel entfernt. Hier wurde es dann ziemlich nett. Erstmal ein Aperitif. Auf dem Tisch stand ein exzellentes sizilianisches Olivenöl und frisches italienisches Brot. Und dann das Aufatmen nach vielen entbehrungsreichen Monaten: Bresaola, Burrata di Andria, Maccheroni, sehr guter Wein, Wasser, Nachtisch (Schokoladenkuchen zum Wieder-Hinlaufen), Kaffee. Finito. Gegen 11 erschöpft ins Bett gefallen.

















